Sachstandsbericht Familienhebammendienst

Betreff
Sachstandsbericht Familienhebammendienst
Vorlage
263/17
Art
Kenntnisgabe öffentlich

Der Sachverhalt wird zur Kenntnis genommen.

 

Zuletzt wurde durch Beschlussfassung des Rates der Stadt Eschweiler vom 28.09.2016 (Vorlagen-Nummer 218/16) die öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Weiterführung eines gemeinsamen Familien-hebammendienstes beim Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen mit den beteiligten Kommunen sowie dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt der StädteRegion Aachen dauerhaft verlängert.

 

Im Rahmen eines Lenkungsausschusses werden dabei die Jugendämter regelmäßig über die inhaltliche Arbeit sowie die Inanspruchnahme des Dienstes informiert. So konnten im Jahr 2016 insgesamt 120 Neufälle verzeichnet werden, die sich auf folgende Kommunen aufteilten:

 

 

Insgesamt wurden im Jahr 2016 151 Familien betreut und 692 Hausbesuche bzw. Begleitungen zu Kinderärzten, Jobcentern, Kindertagesstätten etc. durchgeführt. Festzustellen ist dabei aus Sicht des Gesundheitsamtes, dass die Intensivität der Betreuungen zugenommen hat und der Familienhebammendienst dadurch auch zeitlich länger die Familiensysteme unterstützt.

 

Zugenommen hat zudem die Zahl der sogenannten „Selbstmelder/ innen“, d.h. die Zahl der Mütter und Väter die sich direkt beim Familienhebammendienst informieren und beraten lassen. Insgesamt ergibt sich folgende „Anfragesituation“:

 

 

Die Aufgabe des Familienhebammendienstes, Eltern und Familien in belastenden Lebenssituationen zu beraten und sie bei der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung ihrer Kinder zu unterstützen, ist ein wichtiges Element der Frühen Hilfen. Die Fallzahlen für Eschweiler belegen dabei zum einen den deutlichen Bedarf für diese Hilfe und zum anderen, dass sich dieser Dienst zu einem festen Bestandteil der sozialen Infrastruktur entwickelt hat.

Herr Dr. Michels (Gesundheitsamt der Städteregion) wird in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses den Bericht mündlich ergänzen und für Nachfragen zur Verfügung stehen.

 

Die Haushaltsmittel der Bundesinitiative „Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen“ sind im Produkt 063630101 bei den Sachkonten 41410000- Zuweisungen und Zuschüsse vom Land für lfd. Zwecke- (Ertrag) und 53119000- Zuweisungen und Zuschüsse für lfd. Zwecke- (Aufwand) in jeweils gleicher Höhe veranschlagt. Insgesamt erhält die Stadt Eschweiler derzeit Zahlungen aus Mitteln der Bundesinitiative in Höhe von jährlich 39.436,- Euro. Davon werden in diesem Jahr insgesamt 29.686,90 Euro an die StädteRegion Aachen zur Finanzierung des gemeinsamen Familienhebammendienstes weitergeleitet.

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ortsverein Eschweiler erhält zudem zur Finanzierung eines Familienpatenmodell Zahlungen in Höhe von 9.335,06 Euro.